Die Kamelhaardecke – Wärme und Komfort aus natürlicher Wolle

Die tierische Wolle vom Schaf ist aus vielen Haushalten sowie den dort verwendeten Artikeln und Kleidungsstücken kaum mehr wegzudenken. Wer es etwas robuster, luxuriöser und bequemer mag, greift dagegen zum Kamelhaar. Daraus gewebte Decken gelten als relativ teuer – doch wer sie besitzt, möchte sie schon bald nicht mehr missen.

Ein Naturprodukt für höchste Ansprüche

Allerdings sollte eine solche Kamelhaardecke nicht als normales Accessoire angesehen werden, wie es in vielen Wohnungen vorgefunden wird. Denn hierbei handelt es sich um etwas ganz Besonderes! Die für das Grundmaterial verwendete Wolle wird in Afrika sowie in Asien gewonnen – dort also, wo die Kamele beheimatet sind. Sie werfen einmal im Frühjahr und einmal im Herbst ihr Fell ab, um einen vollständigen Haarwechsel zu gewährleisten. Erst damit ist sichergestellt, dass die Tiere sowohl in der Wärme des Sommers als auch in der Kälte des Winters optimal an das Klima angepasst sind. Die abgeworfene Wolle wird aufgelesen, gesäubert, getrocknet und geglättet – schon kann sie als Ausgangsstoff für Decken oder Kleidungsstücke verwendet werden. Kamelhaardecken können Sie zum Beispiel bei Hüsler Nest kaufen.

Leicht und dennoch robust

Die aus braunen bis rötlichen Fasern gewebte Kamelhaardecke sieht übrigens nicht alleine gemütlich aus – sie ist es auch! Das Material präsentiert sich ebenso weich wie leicht. Und doch ist die Decke hart im Nehmen. Die einzelnen Haare weisen einen derart robusten Kern auf, dass es nahezu unmöglich ist, das Gewebe zu beschädigen. Wird es einmal nass, so trocknet es ohne Rückstände. Lästige Veränderungen in der Farbe oder in der Qualität des Stoffs bleiben dem Käufer somit erspart. Das Kamelfell wärmt zwar optimal – dennoch handelt es sich bei den Decken um ein Naturprodukt, das über das ganze Jahr hinweg Verwendung findet. Denn die atmungsaktiven Haare können im Sommer sogar einen kühlenden Effekt auslösen.

Auch für Allergiker geeignet

Dennoch reagieren immer wieder Menschen auf Tierhaare – so etwa auf das Fell von Hunden und Katzen. Demgegenüber muss bei der Kamelhaardecke nicht mit Unverträglichkeiten gerechnet werden. Denn die Allergie wird nicht durch die Wolle selbst ausgelöst. Vielmehr sind die darin enthaltenen Proteine wie etwa aus dem Speichel oder dem Hautfett der Grund für lästiges Niesen und Augenjucken. Das Kamelhaar verfügt indes von Natur aus über einen lediglich sehr geringen Anteil dieser Proteine. Deren Reste werden in der ersten Grundreinigung entfernt: Erforderlich dafür ist es, dass die Wolle auf über 70 Grad Celsius im Wasserbad erhitzt wird. Ein Schritt, der die verbliebenen Proteine zerstört und somit ein besonders allergiefreundliches Gewebe entstehen lässt.

Wichtiges zur Pflege

Die Reinigung der Kamelhaardecke daheim erfolgt weitgehend unkompliziert. Das robuste Fell ist in der Lage, sich gegen Verschmutzungen durchaus selbst zu helfen: Die oberste Haarschicht wirkt abweisend gegen diverse Stoffe und Flüssigkeiten, mit denen die Wolle in Berührung kommt. Oft genügt es daher bereits, die Decke auszuschütteln und sie gründlich auslüften zu lassen. Sollte das einmal nicht ausreichen, wird das Gewebe mit lauwarmem Wasser gesäubert. Seifen und Spülmittel werden jedoch nur im Notfall verwendet – sie sind leider zu aggressiv und könnten das robuste Kamelhaar doch zu sehr strapazieren. Wer diese Tipps beherzigt, darf sich aber über viele Jahre hinweg an einer ebenso schönen wie bequemen Decke aus natürlicher Wolle erfreuen!

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