Sandsäcke gegen Hochwasser

Sandsäcke gegen Hochwasser sind ein günstiges Mittel, sich und sein Eigentum gegen Überflutung zu schützen. Pro Quadratmeter Fläche werden zwischen acht und zehn der Sandsäcke benötigt, die wahlweise aus Jute oder Polypropylen erhältlich sind. Beide Varianten haben dabei ganz spezifische Vor- und Nachteile. Erfahren Sie hier alles über Sandsäcke gegen Hochwasser!

Das passende Material auswählen
Bei den Sandsäcken lässt sich zwischen einer Ausführung in Jute und einem Pendant aus Kunststoff, genauer gesagt aus PP (Polypropylen) wählen. Sandsäcke aus Jute sind flexibel, gut abdichtend und, da rutschfest, auch an abschüssigen Stellen einsetzbar. Jutesäcke sind in der Anschaffung etwas teurer als PP-Säcke, dafür aber auch deutlich robuster. PP-Sandsäcke hingegen sind günstig in der Anschaffung, lassen sich auch im gefüllten Zustand lange lagern und dichten gut ab. Der Kunststoff ist sowohl UV- als auch feuchtigkeitsbeständig. Bei der Anschaffung von PP-Sandsäcken ist auf den Verschluss zu achten. Während billige Varianten nur mit einem Heisscut ausgestattet sind, der sich bei höherer Belastung leicht ungewollt öffnet, bringen höherwertige PP-Säcke einen stabilen Kopfsaum und ein Verschlussband mit. Dies sorgt dafür, dass diese Säcke auch unter Belastung zuverlässig geschlossen bleiben.

Sandsäcke befüllen: Darauf ist zu achten
Sandsäcke werden unabhängig von ihrem Material immer nur zu zwei Dritteln gefüllt. Bei gängigen Sandsäcken gegen Hochwasser entspricht dies einer Füllung mit rund 13 Litern Sand und einem Gewicht von knapp 20 Kilo. Als optimale Korngrösse des verwendeten Sandes hat sich eine Grösse von 0 – 8 mm herausgestellt. Zum Befüllen der Sandsäcke eignen sich größere Trichter hervorragend. Verzichten sollte man hingegen auf elektronische Sandsackfüllgeräte. Diese sind nicht nur teuer, sondern auch störanfällig!

Wie berechnet man den Bedarf an Sandsäcken?
Der theoretische Bedarf an Sandsäcken pro Quadratmeter liegt bei etwa 10 Säcken pro Quadratmeter. Geht man von einer Lagenhöhe von 10 Zentimetern aus, so ergibt sich ein Bedarf von etwa 100 gefüllten Sandsäcken gegen Hochwasser pro Kubikmeter. Sansäcke können Sie zum Beispiel bei Relianz kaufen.

Kann man gefüllte Sandsäcke gegen Hochwasser lagern?
In der Regel sollen Sandsäcke ungefüllt gelagert werden. So wird sichergestellt, dass das Material nicht porös wird oder unter Druck zerreisst. Wenn Sandsäcke dennoch in gefülltem Zustand gelagert werden sollen, empfiehlt sich die Anschaffung von hochwertigen PP-Säcken. Diese überstehen eine längere Lagerdauer wesentlich besser als Säcke aus Jute.

Welche Sandsäcke dichten besser gegen Wasser ab?
Sandsäcke aus Naturfasern saugen sich mit Wasser voll und quellen dadurch auf. So wird eine noch bessere Abdichtung gegen Wasser erzielt als bei vergleichbaren Sandsäcken aus Kunststoff. Weiterhin bieten Sandsäcke aus Naturfasern den Vorteil, dass sie sich im Laufe der Zeit rückstandslos zersetzen, sollten sie durch Hochwasser weggeschwemmt werden. Doch natürlich dichten auch Sandsäcke aus Kunststoff zuverlässig gegen Wasser ab. Diese Säcke bieten darüber hinaus den Vorteil, dass sie bereits vorgefüllt gelagert werden können. Dies macht die PP-Säcke vor allem im Bereich des Katastrophenschutzes interessant.

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